Mike McBike @ Home / Commodore / SX-64 - Tastatur im Doppelpack


{SX-64 - Tastatur im Doppelpack} Eigentlich wollte ich nur mal rasch jemanden glücklich machen... zwei Tastaturen aus der Elektrobucht in unterschiedlichem Verwesungsfaktor mit zwei neuen Tastaturmembranen ausstatten... Kleinigkeit, dachte ich...

Commodore SX-64

Das übliche nervige Tastenrauspopeln war noch unspektakulär...

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Wie gehabt: Membrane sorgfältig abheben und die Graphitflächen säubern und polieren...

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Den Unterschied sieht man deutlich:

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Brennspiritus ist hier das Mittel der Wahl!

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Dann die Tasten wieder mühsam reingepopelt...

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Leider zeigte sich nach dem Zusammenbau, dass die Membran doch zu beschädigt ist, um damit sinnvoll was anfangen zu können. Aber egal, es liegen ja zwei neue Membranen mit bei...

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Dazu muss die Alte raus, was immer die Kontaktreihe irreparabel beschädigt. Die neue Membran bringt aber wieder frische Kontakte mit.

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Hier waren mal Kontaktstreifen drauf, die kleben jetzt auf der Platine.

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Nach dem alle Kontaktflächen gereinigt sind: hier die neue Membrane mit Unterlegfolie für einen besseren Kontaktabstand. Die klare Folie kommt zwischen Platine und Kontaktmembrane!

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Der separate Kontaktstreifen muss vorher weg - die Kontaktflächen müssen so weit wie möglich gereinigt werden!

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Bei den neuen Membrane die Kontaktschraube für die Abschirmfläche nicht vergessen!

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Die neue Membrane hat extra eine Schaumstoffauflage über den Kontakten, damit diese zuverlässig kontaktieren:

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Super, da gehen schon mal eine ganze Reihe Tasten nicht, das fängt ja gut an... Wenn der Fehler immer so - äh... anders wäre...

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OK, das war ja einfach... Jetzt fällt auf, dass auch mit der neuen Membran ein Taster dauernd auslöst.

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Da hatte wohl wer gedacht, die ranzige Altmembran mit mehr Federkraft pimpen zu können... Mit einer Flachzange und Geduld lässt sich die derart gelängte Feder gottseidank wieder auf Maß bringen.

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Toll... dafür hab ich jetzt jede Menge Doppelauslösungen... diese sind darauf zurückzuführen, dass die neue Membran nicht 100%ig ausgerichtet ist und an den Durchbrüchen von den Tastengehäusen quasi aufgewölbt wird - da geht es um Zehntel Millimeter!

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Die beiden Befestigungsbohrungen für die Kontaktklemme sind unsauber ausgerichtet! da hilt ein Lötkolben, dann kann man die Membran auch passgenau ausrichten. Links und rechts mit einem Streifen Tesafilm fixiert, hält das dann auch bis zur Montage der Tasten. Drei Stunden Später und ich habe eine perfekt funktionierende Tastatur vor mir.

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Und bei der zweiten Tastatur, bei der so gut wie keine Tasten mehr gingen, dachte ich mir, mache ich es doch gleich richtig. Leider musste ich feststellen, dass einzelne Tasten nicht ansprachen. Das lag jetzt nicht an meinem Unvermögen, sondern an einem Fertigungsfehler der Membran:

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Eine Unterbrechung in der Leiterbahn (die natürlich überlackiert und unsichtbar ist) macht mir das Leben schwer. Vorsichtig mit Aceton freigelegt (auch der Silberlack löst sich ab! also sehr vorsichtig!) kann man sich an die Reparatur wagen...

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Hauptsache, links und rechts sind noch Leiterbahnstummel übrig...

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Viel Silberleitlack hilft viel...

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Und zu guter Letzt ist auch die zweite Tastatur funktionabel - Silberlack sei Dank!

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Alle Tasten funktionieren zuverlässig und gewaltfrei.

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Jetzt habe ich nur noch das Problem, dass bei einem Taster der malträtierten Tastatur ein Rastnäschen der inneren Mechanik gebrochen ist. Die Taste funktioniert, hängt aber im nicht gedrückten Zustand schief... Hat jemand eine vollig vergnaddelte SX-64-Tastatur als Ersatzteillager? Bevor ich die groben Varianten ausprobiere...

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Alternativ habe ich einen 3-D-Druck in Auftrag gegeben - und UV-härtenden Kunststoffkleber bestellt... irgendeine Variante wird schon klappen.

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Ich halte euch auf dem Laufenden. Aceton als Auflöse- und Klebemittel hilft hier übrigens leider nicht, der Kunststoff ist nicht Aceton-löslich!


{UV-Kleber im Einsatz} Er ist eingetroffen - der UV-Kleber mit UV-LED-Taschenlampe. Nicht billig, aber billigst verarbeitet. Egal: der Kleber ist leicht zähflüssig und lässt sich gut dosieren. Wenn man mit der UV-Lampe dann draufhält, dampft es etwas und der Kleber verwandelt sich innerhalb von Sekunden in eine glasharte durchsichtige Substanz. Leider haftet dieser Kleber an dem Kunststoff ebensowenig, wie alles Andere... der Haken ist wieder abgefallen. Dafür hat der UV-Kleber selber eine sehr haltbare Nase gebildet, die in der Tastatur einwandfrei hält. Gut, dass ich den unteren Teil des Elementes großflächig benetzt hatte.

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