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{Hantarex 9110} Sodele, jetzt mal was, von dem ich fast nix verstehe - jetzt weiss ich, was es für manche für ein Gefühl sein muss, von Elektronik einfach keine Ahnung zu haben... Der Hantarex ist mir quasi zugelaufen, ich kaufte mir extra dafür ein 250W Netzteil und bettelte um ein Verbindungskabel... Zwei Minuten hatte ich kein Bild, danach viel Rauch und Gestank. Voll dreckig, das Teil und groß... und schwer... und mimimimi...

Hantarex 9110

Das Chassis ausgebaut und mit Pinsel und Bremsenreiniger gesputzt:

Hantarex 9110

Der Leistungsbereich... alle Widerstände sind unverfärbt, alle Leiterbahnen sauber und Lötaugen glänzend... Nur der kleine Elko sieht scheiße aus.

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BU508A testen... dazu muss die Feder ab... Ist ja klar... sowas hab ich nicht. Werde ich wohl nachher mit Blech und Spax randengeln müssen.

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Der Leistungstransistor:

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Sauber ausgelötet - das Gute ist, die PCB ist nur einseitig... Das Schlechte: der BU ist einwandfrei...

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Aber der hier hat seine besten Zeiten hinter sich - das war der Stinker... natürlich habe ich keinen Ersatz in der Spannungsklasse vorrätig.

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Hat ganz schön gesifft, der Kleine... ob der Moni wieder geht, wenn dieser Elko ausgetauscht ist? Winni weiss das sicher...

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Ich hab jetzt alle Kondensatoren bestellt, aber es lässt mir keine Ruhe... Dan knall ich eben den 3,3µ/450V rein, der passt auch.

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Und die gebrochenen Federklammern ersetze ich gleich mit Kabelbindern und Wärmeleitpaste - Methode Winni

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C34 hab ich ausgelötet und an das ERS-Meter gesteckt - statt der aufgedruckten 47µF hat das Teil 49,5µF - man kann sich auf nix verlassen... ;-) Also wieder rein und jetzt voll auf Risiko!

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Es pfeift, stinkt nicht und der Schirm unterstützt meine Gänsehaut und die aufgestellten Härchen am Arm mit freundlichen 24.000V...

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Jetzt noch Bild - nur grün ist langweilig. Testris Bootlegs sind als Bildschirmtester perfekt. Ich hab mir einen Adapter mit Krokoklemmen und Minikleps gemacht:

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Der First-Class-Video-Generator:

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Braucht nur 5V...

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Jetzt ein Kleenex...

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Winni, Du bist mein Held!

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Jezt noch für die Nachwelt Winnis Optimierungsmaßnahmen:

"Herzlichen Glückwunsch zum Gelingen! Wenn Du dem noch was Gutes tun willst, dann ersetze den kleinen Rücklaufkondensator C36, 3,9nF / 1600. Der wird früher oder später seine Kapazität verlieren und (anfangs unbemerkt) zu einer unzulässigen Erhöhung des Rückschlagimpulses führe. Das killt im günstigsten Fall den BU (durchlegiert). Oder wird am ZTr zu Überschlägen der Hochspannung führen----> ZTr defekt. Nimm dazu einen impulsfesten Kondensator mit 2 KV Spannungsfestigkeit. C40 am Modulator gibt auch gerne den Löffel ab, schau mal nach Beulen etc. Bei der Kontrolle der Lötstellen nicht die kleine Zusatzplatine im Ablenkkreis vergessen... Falls als C42 (4,7µF / 63V) noch ein bipolarer Elko verbaut sein sollte, raus damit und einen Folienkondensator dafür einbauen. Ist solch ein (gelber) Folienkondi bereits drinne, dann laß das einfach so....das wurde in der Herstellung zum Positiven mal geändert.

Grüner Hintergrund ist ja schon um Zehnerpotenzen besser als schwarzer Schirm mit Rauchschwaden.... Stell am NB mal die Arbeitspunkte der Farbendstufen ein: Potis für Verstärkung auf Mittelstellung. Screen auf Minimum (schwarzer Schirm). Videobetriebsspannung liegt bei 200V. Also bei min. Kontrast und min. Helligkeit gute 80% davon mit den drei Sperrpunktstellenr als Schwarzwert einstellen. So 170V an allen drei Kathoden. Helligkeitsvoreinsteller auf Mittelstellung, dann Screen (G2) soweit hochdrehen, daß Du ganz so eben die erste Farbe siehst. Jetzt mit den beiden verbleibenden Sperrpunktpotis die fehlenden beiden Grundfarben nachziehen, so daß sich eine farbneutrale Hintergrundfläche ergibt. Je weniger Du nachstellen mußt, desto gleichmäßiger (und damit besser) ist Deine BR noch beieinander. Abschließend normales Bild und das Spitzenweiß bei Bedarf mit den Verstärkungsstellern nachbessern. Gegebenenfalls Abgleich wechselseitig wiederholen............"


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