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Mike McBike @ Home / Drucker / Sekonic SPL-455 |
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26.10.2026 {Sekonic SPL-455} Thomas hat mir eine ganz besondere Freude gemacht: er hat mir nicht nur den Sinclair Spectrum gespendet, sondern dazu noch einen imposanten Flachbettplotter der Marke Sekonic. Das steht zwar nicht drauf, aber ganz verschämt innen drin. Sekonic ist eigentlich für Belichtungsmesser bekannt, aber in den 90ern haben sie wohl auch Plotter gebaut und die sind nicht mal schlecht! Den SPL-455 gab es auch als SPL-450, hatte dann aber nicht das geniale elektrostatische Papierhaltesystem! Ganze acht Stiftehalter warten auf die Bestückung: die HP-Stifte passen hier leider nicht, aber Thomas hat mir passende Tuschestifte mitgegeben. Der Schlitten mit Absenkmagnet - alles sehr fein verarbeitet! Ein Stifthalter tanzt etwas aus der Reihe... Wer hineinsehen will, muss erst einmal einen Gehäusefuß abreißen, um an die letzte Gehäuseschraube zu gelangen. Das gibt einen Minuspunkt bei der Konstruktionsbewertung. Da war der Halter nur etwas hineingerutscht, die sind nur gesteckt. So ein Plotter besteht nicht aus viel... Die schwarze Matte ist der elektrostatische Papierhalter. Innen ist allerdings etwas mehr geboten: Elektronikboard, Netzteile und der Schrittmotor für den X-Antrieb. Das ist mal richtig sauber und servicefreundlich verkabelt! Erst mal zum Mainboard - hier in sehr hoher Auflösung (auf Klick): Ein Controller µPD7811HG, M5M82C51 - programmierbares Kommunikationsinterface (seriell) und ein fetter M5M82C255 - zwei separate 8255 in einem Gehäuse - Ports satt. Und als ob das alles noch nicht genug wäre, werkeln hier noch ein Z80 Derivat mit RAM und ROM. In diesem Plotter steckt deutlich mehr Rechenleistung als in meinen ersten Homecomputern! Die Endstufen sind aus simplen Transistoren/Darlingtons aufgebaut, auch wenn in diesen Gehäusen gleich mehrere davon versteckt sind. Ich habe mich immer gefragt, wie so eine elektrostatische Papierhalterung aufgebaut ist. Dieses Netzteil liefert die 1000V für die geladene, isolierte Platte. Das Schaltnetzteil ist unspektakulär - wohl eine eigene Entwicklung von Sekonic. Im Gerät steht deutlich, wer der Hersteller ist. Außen hat man sich das gespart... Wollen Sie Parallelport oder Seriellport? Ach, nehmen Sie doch einfach beides... Für die Grundeinstellungen muss man nicht mal in das Handbuch sehen. Praktisch! Die Mechanik ist (nach der Reinigung) ein Augenschmaus! Druckgussteile, sauber verarbeitet, nahezu kein Spiel. Die Anschläge sind justierbar, aber hier funktioniert alles auf Anhieb. Die Signalverbindung erfolgt über ein Flexkabel - die halten erstaunlich lange. Nach gründlicher Reinigung ist das Gerät betriebsbereit. Der Selbsttest läuft einwandfrei durch! Das Problem: ich habe kein A3-Papier, aber bei der elektrostatischen Halterung kann man zwei A4-Blätter fugenfrei aneinanderheften... Nächster Schritt: HPGL-Dateien testen. |
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