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Mike McBike @ Home / Apple Computer / iMac G3 Model M5521 |
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29.09.2026 {iMac G3 Indigo Slot-Loading Model M5521} Einer meiner treuen Leser Robert hat mir etwas ganz Tolles zugeschickt! Eigentlich nicht so ganz mein Beuteschema, weil zu neu - aber das Teil sieht schon cool aus! Ein Apple iMac G3 - Indigo, Slot-Loading (Modell M5521). Vielen Dank für diese tolle Spende! Meine eigene Apple-Geschichte endete eigentlich mit dem 2c Clone, aber das Design von dieser All-in-One-Kiste ist schon beeindruckend. Die transparenten Kunststoffteile glänzen wie am ersten Tag. Macht was her: mit CD-Slot. Dieses Design war damals (1999 bis 2000) etwas ganz Besonderes! Auf jeden Fall besonders teuer und für mich unerreichbar. Krümel im Gehäuse? Und warum klappert der Monitor? Oh... noch mehr Krümel. Ganz viele Krümel... Hinter der Po-Klappe verbergen sich die RAMs und noch mehr Krümel. Das sieht nicht gut aus! Die komplette Gehäusedemontage ist trickreich! Viele Schrauben und Clipse sind zu überwinden. Die Elektronik liegt genial geschützt in einem Blechkäfig. Das war mal der Befestigungspunkt für die Bildröhre. das innere Bezel besteht aus einem beigefarbenen Kunststoff, der die mittlerweile die Festigkeit von Spekulatius besitzt. Krümel, wohin man sieht. Wenn man das Zeug in die Finger nimmt, kann man es fast ohne Kraft zerkrümeln. Im Nachhinein habe ich gelernt, dass es allen G3 so geht - ein Transport oder gar ein Versenden per Paketdienst ist tödlich! Trotzdem: jetzt muss ich die Kiste komplett entblättern! Abdeckungen von Schrauben zerfallen zu Staub. So traurig sieht die Front dann aus: Das untere Teil ist jetzt glatt ganz abgebrochen. Weil ich es berührt habe... Nach Demontage der Seitenteile sieht man, dass der Monitor nur deswegen nicht alles zerprügelt hat, weil er auch ohne Befestigung kaum Platz hat, sich zu bewegen. Genial gut! Puzzle in 1000 Teilen. Das wäre ihr Bezel gewesen. Gut, dass es Ersatz in Form von 3-D-Druck gibt! Und gut, dass ich einen Bekannten habe, der sowas kann... Man hätte die Schraubdome ja durchaus auch stabiler einspritzen können. Aber dann hätte man vermutlich für 10 Pfennige mehr Granulat gebraucht. Aber wer braucht schon Gehäuse? Der Monitor ruht sanft auf all den EMV-Kissen und die Kiste kann gefahrlos eingeschaltet werden. Mich begrüßt ein glasklares Bild. In Schwarz/Weiß? Ah, nein, das war nur der Startbildschirm. Mac OS 10 fährt hoch - in Bunt! Und die Festplatte ist nicht gerade leise... Die Qualität des CRT-Bildes ist beeindruckend! Schade, dass ich noch überhaupt nichts von diesem Betriebssystem verstehe! Aber das kann ja, wenn die Ersatzteile da sind, nur besser werden! {3-D-gedruckt!} Einen herzlichen Dank an Marius, der mir mit einem Tag und 6 Stunden Druckzeit, sowie 500g temperaturbeständigem Filament toll geholfen hat. Man muss nicht alles können, man muss nur jemanden kennen, der das kann. ;-) Auf den ersten Blick fallen die großzügig dimensionierten Schraubdome für die Bildröhre auf. So muss Wandstärke, das hält endlich mal. Der User abernaert hat diese Vorlage bei Thingiverse dankenswerter Weise online gestellt und damit allen G3-Besitzern eine riesige Freude gemacht! Das Material ist recht hart, dafür bis ca. 70°C formstabil. Die Kleinteile sind damit etwas kritisch herzustellen, aber das soll ja auch nichts halten, sondern dient nur der Kosmetik. Die "organischen" Supportstrukturen erinnern mich an den Stuttgarter Flughafen... Mit einer Paste aus Filamentresten und Aceton lassen sich die Einzelteile perfekt verschweißen. Da die ganze Konstruktion nachher unter der Abdeckung liegt, fallen solche Stellen auch nicht wirklich auf und man kann auf aufwändiges Spachteln und Lackieren verzichten! Das Material neigt zu heftigem Verzug. Der verschwindet nach der Pastenfüllung fast unsichtbar. Ein Verbesserungsvorschlag bei der Form: das untere Abdeckteil für das CD-Laufwerk sollte auch noch verstiftet werden. Aber Kleben geht ja auch. So sieht das Gesamtkunstwerk dann aus. Eine erste Anprobe zeigt: alle Seitenteile passen prima in die Aussparungen. Das Material ist hervorragend für die Bildröhrenschrauben geeignet, da wackelt nichts mehr. Jetzt werde ich die Nahtstellen ordentlich aushärten lassen und mich dann an den Zusammenbau machen! {Zusammenbau} Das Puzzle ist fest, alle Teile sind da. Der Einschaltknopf ist gefedert und wird vorsichtig mit der Aceton-Filamentpaste fixiert. Selbst wenn da was brechen sollte - das Teil kann nicht rausfallen! Steht ausreichend vor und hat Funktion (ich habe es probehalber mal eingebaut...). Der Monitor wird mittig auf dem Bezel festgeschraubt. Haltelaschen für die Degaußing-Spule nicht vergessen! Das Mikrofon geht prima in die Aussparung rein. Passt perfekt. Ja, ich hätte das Ganze auch fillern, lackieren, abschleifen können - aber irgendwann ist es auch genug Aufwand. Funktion geht mir hier vor! Die beiden Seitenflügel werden eingeclipst, verschraubt und hinten mit der Metallspange verbunden. Das EMV-Ruhekissen für das Neckboard ist platt. Der Schaumstoff hat sich in eine klebrige Masse verwandelt. Hier hilft ein einfaches festes Stück EMV-Steckschaum. Die obere Gehäuseschale wird aufgesetzt, eingehakt und oben mit zwei Schrauben am Bezel verschraubt. Darauf kommen dann die neu gedruckten Abdeckungen. Bevor ich alles zuschraube, wage ich noch einen verschämten Blick auf die Innereien. Eigentlich viel zu neu... Die Unterschale setzt man am besten vorsichtig in Rückenlage auf. Jetzt merkt man a) dass sich alle Toleranzen addieren und man die Clipse beherzt zusammentreiben muss und b) dass das Bild total dunkel ist, weil man versehentlich an den Helligkeitsregler am Zeilentrafo gekommen ist. b) führt dazu, dass man noch mal aufmachen muss. Tolle Konstruktion. Sieht er nicht wieder toll aus? Keine Krümel und stabiler als frisch aus der Fabrik! Ach ja, Maus und Tastatur hab ich ja auch noch... Die Lampe glimmt schön grün, der Schalter funktioniert perfekt! Kennwörter werden überbewertet... ... ebenso, wie Leertasten. Aber hey, es war ein tolles Geschenk! Jetzt muss ich mich mal einlesen, was man so gegen Passwörter tun kann... |
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