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Mike McBike @ Home / Einplatinenrechner / HP 5036A |
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18.03.2026 {HP 5036A Microprocessor Lab} 1978 designed, laut IC-Date-Codes 1985 gebaut - das 8085 Microprozessor-Lehrsystem von Hewlett Packard. Wie fast alle Produkte von HP aus dieser Zeit kommt das System mit außergewöhnlich umfangreicher Doku und extrem wertig gefertigt daher. Alleine die Platinenbedruckung ist schon ein kleines Wunderwerk! Hier mal die Oberseite hochauflösend: Auf der Unterseite versteckt sich noch der kleine Lautsprecher. Die Platinenfüße sind aus dem Arcade-Bereich und nicht original! Ursprünglich befand sich dieser SBC in einem schmucken HP-Koffer (abschließbar), in dem auch gleich das Netzteil untergebracht war. Was uns gleich mal eine Überraschung beschert... Wenn das System läuft, begrüßt es uns mit einem Piepton und einer netten Meldung: Wenn es läuft... Ich habe mich von den beiden fetten vergoldeten Anschlussbänken auf der Oberseite blenden lassen. Speist man dort +5V und Masse ein, geht genau fast gar nichts. Der Adressbus zappelt etwas, Tastatur und Display bleiben tot. Das liegt daran, dass das Gerät zwei unabhängige 5V-Versorgungen erwartet, die auf der Platine auch nicht gebrückt sind. Ursache dafür ist das Koffernetzteil, in dem zwei schwachbrüstige Linearregler die 5V-Versorgung bereit stellen. Die wollte man dann natürlich nicht verbinden, damit sie nicht gegeneinander arbeiten konnten. Tja, kein Koffer, kein Netzteil... Immerhin hat HP alle Infos fein säuberlich auf die Platine gedruckt! Die Tastatur ist ziemlich HP-speziell. Das Typenschild sieht super professionell aus und die LED-Bauform ist echt antik. Wenn man dann das Schaltbild verstanden und die nötige Brücke gesetzt hat, klapt es auch mit einer 5V-Quelle... Im ROM verstecken sich diverse Demo-Programme mit beeindruckenden Funktionen! Über "FETCH ADRS" + Adresse + "RUN" startet man diese. Wer nicht so gut in Binär ist, der findet auf der Platine sogar eine Umrechnungstabelle. Das kommt vielleicht auch noch daher, dass 1979 eine Zeit war, in der viele Programmierer nur Oktal interpretieren konnten... |
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