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25.08.2026


{MFA 8085} Der Microcomputer für die Ausbildung, eigentlich eher kein Einplatinenrechner, aber das sind hier viele Exponate nicht. Jan-Simon hat mir dieses Gerät freundlicherweise für Dokumentationszwecke leihweise überlassen, da ich kein eigenes Gerät besitze. Aber man muss ja auch nicht immer alles selber haben. (Mal sehen, wie lange diese Illusion hält...)

1979 erschien dieses System auf dem deutschen Markt und unterstützte seither unzählige Auszubildende beim Erwerb erster tiefgreifender Kenntnisse der Microprozessortechnik. Das System im 19" Rack ermöglicht nicht nur eine eigene Programmierung und Analyse der Computerzustände über spezielle Displaykarten, es ist auch so konzipiert, dass die Steckkarten selbst gefertigt, zusammengebaut und die Gehäuseteile selbst gebohrt werden konnten. Es gab also für viele Berufszweige etwas zu tun. Von Maschinensprache bis CP/M war softwaremäßig alles möglich. BFZ steht übrigens für das Berufsfortbildungszentrum in Essen.

MFA 8085

Das Monitorprogramm bietet einiges an Befehlen, die bei Kaltstart angezeigt werden:

MFA 8085

Der Rechner merkt, wenn der RESET-Tastet betätigt wurde. Dann ist er nicht mehr so mitteilsam! Mir fehlt die Tastatur, somit sind Eingaben schwierig...

MFA 8085

{CPU 8085} Hier haben wir die CPU-Karte mit einem Toshiba 8085. Z80 wie 8085 kamen beide 1976 auf den Markt, warum die Wahl hier auf den 8085 fiel, weiß ich nicht. 8085 benötigt nur eine 5V-Versorgung und kann CP/M. Ebenso wie der Z-80...

MFA 8085

Die Lötseite:

MFA 8085

Die Frontplatte:

MFA 8085

Der Rechenknecht:

MFA 8085

{64kByte RAM} RAM und ROM satt. Hier haben wir eine Bestückung mit 32k RAM und 32k Betriebssystem EPROM. Unterschiedliche Konfigurationen sind über Lötjumper möglich.

MFA 8085

Die Lötseite:

MFA 8085

Die Frontplatte:

MFA 8085

{Video Interface} Nein, man konnte hier keinen handelsüblichen, zeitgemäßen Videocontroller einsetzen, wie er auf Millionen CGA-Grafikkarten oder anderen 80-Zeichen-Karten verbaut war - es musste ein NS405-A12N sein. Schwer zu bekommen und auch das Datenblatt ist jetzt nicht sehr häufig. Das Teil verbindet auf einem Chip einen 8048 Microcontroller, einen Zeichengenerator und die nötige Video-Logik zusammen mit der Videospeicheradressierung. Das Schmankerl an diesem Baustein: er wird nur über eine serielle Schnittstelle von der CPU angesprochen. Da bleibt der Daten-/Adressbus des 8085 ungestört.

MFA 8085

Die Lötseite:

MFA 8085

Die Frontplatte:

MFA 8085

Und der Grafikcontroller. Im EPROM versteckt sich die Programmsoftware für den 405:

MFA 8085

{Spannungsregelung} Der MFA wartet mit einem stabilen Trafonetzteil auf. Der Trafo steckt in einem Einschub, die Spannungsregelung in einer separaten Karte. Die Pufferkondensatoren sind ziemlich kapazitätsarm dimensioniert... 5V dienen der Logikversorgung, die +/-12V sind eigentlich nur für die serielle Schnittstelle da...

MFA 8085

Die Lötseite:

MFA 8085

Die Frontplatte:

MFA 8085

Die erste Inbetriebnahme an meinem Laborplatz endete abrupt mit einer Überraschung. Wie heißt es doch so schön bei "Apocalypse Now"? "Ich liebe den Geruch von Tantal am Morgen!" Oder so ähnlich...

MFA 8085

Da sind noch ganz viele von den Dingern...

MFA 8085

Ein Satz Elkos tut es hier auch.

MFA 8085

Das brennt so schnell nicht mehr. Mal sehen, was man jetzt aus dem System so rausholen kann... Wenigstens konnte ich mich etwas für die Leihgabe erkenntlich zeigen. ;-)

MFA 8085


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