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25.01.2026 {Gould DSO 1602} Nicht überall, wo Siemens draufsteht, ist auch Siemens drin! Unter der Typenbezeichnung Oscillar D 1032 versteckt sich ein astreines Gould DSO 1602. Den Kollegen 1604 hatte ich vor vielen Jahren schon mal auf dem Tisch, da hatten wir geplatzte Tantals. Brandlabeling vom Feinsten. Das Fehlerbild ist heftig: die Brille ist nicht defekt - das sieht tatsächlich so auf dem Bildschirm aus und der Focus ist scharf eingestellt. Ein genauer Blick lässt erkennen, dass der Strahl horizontal und vertikal schwingt. Da das sowohl beim Signal als auch bei den Texten so ist, vermute ich ein Problem im Netzteil. Da schwingt die Ablenkspannung. Die Gould-Oszis sind super servicefreundlich aufgebaut. Man kommt schnell an fast alles ran. Den fiesen Backup-Akku hat schon mal wer gewechselt (roter Kreis) - wenn der nicht rausfliegt, verätzt er das ganze Gerät. Das Netzteil ist von der Seite mit vier Schrauben befestigt. Kleiner Test vor dem Ausbau: gezielte Heißluft auf die Netzteilplatine. Die Wirkung ist verblüffend: Also liegt der Fehler tatsächlich am Netzteil. Da hat schon mal wer dran gebastelt - vermutlich den Lüfter etwas entschärft... Die fetten Elkos sehen alle gut aus, daher gehe ich noch mal gezielt auf die Fehlersuche mit Heißluftfön und Kältespray. Dazu kann man das Netzteil auch horizontal betreiben. Die Verursacher sind die kleinen 10µF Elkos! Die sind Ausgangsseitig an den Linearreglern und sollen die Schwingneigung dämpfen. 5 Stück 10µF und einer mit 2,2µF. Hab ich zufällig gerade da. Und schon hat das Gould wieder ein glasklares Bild bei grenzwertigen technischen Daten. Jetzt fehlen noch die passenden Plotterstifte! |
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