Mike McBike @ Home / Elektronik / ILC1-1/7 VFD


{VFD in etwas größer...} Unerfahrene Leute behaupten gerne, dass Größe nicht entscheidend sei. Es käme in erster Linie auf die Technik an. Ich setze auf Sicherheit und wähle Größe plus Technik! Die Ukraine ist ein guter Ort, diese beiden Attribute zusammen zu bekommen:

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Der Lieferant hat exorbitant gut verpackt - die Ware war auch nicht billig...

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Verpackung in der Verpackung...

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...verpackt... ich hoffe, da kommt noch was...

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Aaaahhhh - da sind sie ja: russische VFDs - die größten weltweit, zumindest nach meiner Kenntnis...

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VFDs sind Vacuum Flourescent Displays (VFD Display zu schreiben ist übrigens ebenso blöd, wie LCD Display. Klugscheißmodus off) Die Große ist eine ILC1-1/7, die Kleine eine ILC1-1/8...

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Ein VFD ist eigentlich eine Triode - es gibt eine direkt geheizte Kathode, ein Steuergitter und eine Anode, auf der eine Phosphorschicht aufgebracht ist. Die geheizte Kathode setzt Elektronen frei, die sich aufgrund der Potentialdifferenz zur positiven Anode bewegen, dort aufschlagen und wie bei einem Röhrenfernseher die Phosphorschicht zum Leuchten bringen. Über das Potential des Gitters kann der Elektronenfluss gesteuert werden. Normalerweise benutzt man hier das Gitter, um mehrere parallele Anzeigen zu multiplexen.

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Auf der Rückseite sieht man die leitfähigen Bahnen, die jeweils die Segmente, das Steuergitter und den Glühfaden kontaktieren

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Der erste Test betrifft die Heizung - zu viel Strom bei zu viel Spannung und ganz viel Geld ist kaputt... das Datenblatt der /7 sagt 5V... es stimmmt: der Glühfaden eines VFD muss fast unsichtbar orange leuchten. Vorsicht: die /8 benötigt eine geringere Heizspannung!

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Ein Segment: legt man nun an Anode und Gitter +20V und die dazu gehörige Masse an die Kathode, also den Glühfaden, dann bekommen die Elektronen Lust, sich Richtung Leuchtsegmente zu bewegen...

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Das geht natürlich auch mit allen Segmenten gleichzeitig...

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bei 39V fließen da schon 130mA - der Glühfaden wird übrigens schon sichtlich heller... das ist aber auch oberhalb der Grenzwerte für diese Röhre - 20-25V sind ausreichend.

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Interessant - und nur bei richtiger Belichtung zu photographieren: die Elektronenverteilung ist nicht gleichmäßig, offensichtlich kommt es hier zu erheblichen Abstoßungen durch Feldinhomogenitäten. Die hellsten Stellen sind zwischen zwei Glühfäden. Interessante Effekte treten auf, wenn man da mit einem Neodymmagneten rangeht, aber das ist eine andere Geschichte!

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Und hey, Größe ist so lange nicht hinderlich, wie man sie noch in der Hand halten kann... ;-)

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