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{Honeywell Lochstreifen} Ich bin ja immer auf der Suche nach seltenen und außergewöhnlichen Exponaten, um euch den Besuch meiner Webseiten schmackhaft zu machen - bei einem bekannten Auktionshaus fand ich zufällig eine interessante Dose:

Honeywell

Darin in Schaumstoff gebettet eine Rolle...

Honeywell

...gesichert mit einer Metallspange...

Honeywell

Es ist ein Lochstreifenband in völlig ungewöhnlichem Format - außerdem nicht aus Papier, sondern aus metallisierter Kunststoffolie. Die Klartextlochung verweist auf den Avionik-Bereich, hier hat Geld offensichtlich keine Rolle gespielt!

Honeywell

Der Lochstreifen hat Platz für zwei 8-Bit-Spuren:

Honeywell

Honeywell

So ein ungewöhnliches Format ist mir noch nie untergekommen, weder in der mechanischen Ausführung, noch in der Bandbreite. Jetzt möchte ich schon wissen, was ich hier vor mir habe. Vielleicht gibt die Dosenaufschrift einen Hinweis zur Herkunft...

Honeywell

Der Aufdruck "For use with UG1000A" gibt schließlich den entscheidenden Hinweis für eine erfolgreiche Internet-Recherche. Langer Rede kurzer Sinn: das hier ist ein F-104G Starfighter von ca. 1963...

Honeywell

Der besitzt einen MH-97G Autopiloten:

Honeywell

Den besitze ich leider nicht, aber Honeywell Deutschland hat den UG-1000 gebaut - eine elektronische Prüfeinrichtung, die die Autopiloteneinheiten nach der Produktion auf Herz und Nieren testen sollten.

Honeywell

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Und schon in den 60ern haben Prüfcomputer eine Prüfsoftware benötigt. Und genau diese ist in den Lochstreifen gestanzt! Sollte Honeywell gerade mal noch ein paar Starfighter nachliefern wollen, so können sie sich gerne an mich wenden, falls ihnen das Prüfprogramm mittlerweile abhanden gekommen sein sollte... ;-) Ach ja, und falls jemand den passenden Lochstreifenleser und Bandrohlinge haben sollte...


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